So, jetzt ist es endlich amtlich, Europapokal adios. Nach einer schlechten Partie sind die Chancen auf die internationalen Fleischtöpfe verweht. Genauso, wie Hertha wohl in die zweite Liga muss. Die Pfiffe zur Halbzeit waren jedoch nicht angebracht.
Bei bestem Wetter entwickelte sich ein typisches “Funkel Gekrampfe”, Hertha spielte mit gefühlten fünf 6ern, die Eintracht tat sich (mal wieder) schwer gegen einen tief stehenden, kämpferischen Gegner. Fast mag man sagen “wenn man unserer Eintracht mit Kampf kommt, vergeht ihr die Lust zu spielen”(…). Neben zwei Helikoptern, die irgendwie immer den Eindruck hinterließen gleich auf die West-Tribüne zu fallen, war so die Phase von 25-40 min. die beste. Caio trickste sich ein mal schön durch den Strafraum, köpfe aber am Schluß nicht gut genug und dann holte er noch einen Elfmeter raus.
Diesen vergab Schwegler “unglücklich”, danach sah man übelstes D-Jugend Verhalten. Alle schauen dem Ball in die Wolken hinterher, weinen über das nicht erzielte 2:1 und Schwupps, knallt es hinten. Das Umschalten nach hinten klappte gar nicht. Unter Funkel hätte es das nicht gegeben!
Schwegler spielte übrigens katastrophal, er scheint nach einer Verletzung immer zwei bis drei Spiele zu brauchen, bis er auf der Höhe ist. In negativer Hinsicht nur von Maik Franz geschlagen, der wahrlich eine gute Saison spielte, aber heute einen gebrauchten Tag erwischte.
In der zweiten Hälfte fiel der Freistoß von Benni Köhler auf Russ’ Kopf und damit das 2:2. Vielmehr war dann nicht mehr erwähnenswert. Es bleibt das Gefühl, daß der Mannschaft der Killerinstinkt fehlt. Der Instinkt um kurz vor dem Erreichen des Saisonziels (46 Punkte) den Tabellenletzten (!) mit einem müden 2:1 nach Hause zu schicken. Dem gegenüber bleibt der fade Beigeschmack, daß unklar ist, was das wahre Leistungsvermögen der Mannschaft ist.
Naja, am Ende “lügt die Tabelle ja nicht”. Platz 8 wäre hinsichtlich TV-Moneten hilfreich. Ebenso, wenn Hertha und H96 absteigen. Damit wären zwei Haupt-Konkurrenten (wirtschaftlich betrachtet) der letzten Jahre erst mal mittelfristig angeschlagen.
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