2:1 über die Zeit gebracht

Ergebnis Eintracht-Bielefeld
Das war eigentlich ziemlich unnötig. Die Eintracht kontrollierte das Spiel am Freitag abend und Bielefeld bot bis dahin eine erschreckend schwache Leistung. Doch dann wechselte Funkel beim Stand von 2:0 den Mittelfeldspieler Weissenberger aus und brachte mit den Griechen Mantzios einen dritten Stümer. Warum? Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Bei einem 0:1 Rückstand hätte er Ihn wahrscheinlich nicht gebracht… Doch die Eintracht verlor danach völlig den Spielschluss und das nicht nur wegen Mantzios, der noch keine Bindung zum Spiel der Adler hatte. Die Räume wurden nicht mehr zugestellt, Pässe kamen nicht mehr an und die Laufbereitschaft schien auch weniger zu werden.

Der daraus resultierende Anschlusstreffer war abseits. Okay. Aber wir haben auch darum gebettelt und uns damit vollkommen unnötig noch einmal in Bedrängnis gebracht. Am Ende soll es uns egal sein. Amanatidis und Fenin haben mit Ihren Toren den zweiten Sieg in der Rückrunde herbeigeschossen. Fenin konnte erneut überzeugen und machte wieder ein Klassespiel. Was mir an Fenin gefällt, ist dass er 90 Minuten unterwegs ist und sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Und dann mit seiner Technik zu überzeugen weiß. Das Zuspiel auf Ochs, dessen Hereingabe Amanatidis in der ersten Hälfte verwandelte, war Schlüssel für die Führung. Auch sonst kaum Fehlpässe bei dem Tschechen.

Gut gefiel mir erneut unser Brasilianer Chris, der mit seinem Stellungsspiel auf der Sechser-Position eine prima Besetzung ist. Die Spieleröffnung lässt sich sehen, wenngleich er ab und an einen blöden Fehlpass einstreute. Aber das wird schon. Auch die Besetzung mit Benny Köhler im Mittelfeld lässt sich durchaus sehen. Vor allem in der ersten Halbzeit gefiel mir seine Spielweise sehr gut und er eroberte viele Bälle. Die zweite Hälfte tauchte er jedoch fast gänzlich ab.

Wenn auch das Spiel nach vorne dieses Mal nicht mit der in Berlin zu beobachtenden Präzision durchgeführt wurde, waren einige Ansätze zu sehen, welche Spielzüge man von der Eintracht in der Rückrunde erwarten kann. Eines gefiel mir am Freitag abend jedoch noch um einiges besser: Das Forechecking. Vor allem bis zur 70. Minute eine Klasse für sich. Viele Bälle wurden früh erobert und der Ball dann schnell weitergespielt. Mit ein bisschen mehr Durchsetzungskraft und Mut zum Steilpass in die Spitze, kann das eine der Stärken der Eintracht in der Rückrunde werden. Jetzt erst einmal auf dem Boden bleiben und nächste Woche in Rostock nicht verlieren. Dann sehen wir weiter…

Die Eintracht spielte in folgender Aufstellung:
Taktiktafel Eintracht-Bielefeld

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